Internationales Billard - Topteam NL

Aktualisiert (Sonntag, den 07. Februar 2010 um 18:53 Uhr) Geschrieben von: Administrator Sonntag, den 07. Februar 2010 um 18:35 Uhr

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Haarlo (billardnews) Unaufhaltsam nähert sich das Team von Cubri / Etikon dem 5. Titel in Folge. Während die Männer aus Haarlo erneut ihre Vormachtstellung in der höchsten niederländischen Billardliga unter Beweis stellten, konnten die Gäste aus Deventer und Doetinchem den Nachweis der Erstligatauglichkeit nicht erbringen. Beide unterlagen dem Tabellenführer mit jeweils 0:6 Punkten.



Cadre 71/2

Christoph Hilger (D) – Patrick Niessen (B)= 9:150/2

In einem spektakulären Match setzte sich Alt gegen Jung souverän durch. Nachdem der Nachwuchsspieler aus Deutschland nach dem Akquit noch 6 weitere Karambolagen produzierte, hinterließ er eine offene Stellung, die Niessen nicht lösen konnte. Auch das, was Niessen auf dem Tisch liegen ließ war nicht geeignet unverzüglich in die Serie über zu gehen. Infolge dessen erzielte Hilger gerade einmal 2 weitere Points. Die Körpersprache von Niessen ließ seinen Gegner schon nichts Gutes ahnen, als er zur 2. Aufnahme an den Tisch trat. Es folgten 2 Karambolagen, die zur Versammlung im Anker an der kurzen Bande führten. Diesen kuscheligen Platz sollten sie die nächsten 50 Karambolagen nicht mehr verlassen, von den notwendigen Ausnahmen nach „dedans“ mal abgesehen. Danach drohte zwei Mal der Kontrollverlust, den Niessen jeweils mit einem Holer über 3 Banden millimetergenau verhindern konnte. Am Schluss standen 150 scheinbar mühelos erzielte Points, die die ersten 2 Partiepunkte für Cubri darstellten.

Cadre 47/2

Gerard Stijf (NL) – Henri Tilleman (NL)= 45:200/5

Tilleman war nicht ganz so souverän, wie gewöhnlich. Wer allerdings will ihm das verdenken. Vor Wochenfrist erst war der Landwirt aus Dronten an gleicher Stelle Sieger des Pentathlon geworden. Und das bei 3 Tagen mit jeweils rd. 12 Stunden Spieldauer. Sein Gegner aus Doetinchem gab sich zwar alle Mühe aber was er auch anstellte, Tilleman war in jeder Aufnahme etwas besser als er. Am Ende gewann der Iceman verdient nach 5 Aufnahmen.

Einband

Jean-Paul de Bruijn (NL) – Willem Siebelink (NL)= 100:24/6

Wenn auch die überirdischen Partien von Mr. Bandstoten seltener geworden sind – an Zuverlässigkeit ist er nach wie vor kaum zu überbieten. Der Klassenunterschied zwischen ihm und seinem Gegner wurde ab der 3. Aufnahme unübersehbar. De Bruijn setzte sich mit einer Serie von 52 Points von seinem Gegner ab und ließ ihm auch in den nächsten 3 Aufnahmen keine Chance mehr.

Cadre 71/2

Boudewijn Alink – Christoph Hilger (D)= 79:150/9

Wegen des zur gleichen Zeit stattfindenden Bundesligawochenendes in Deutschland mussten die Pelikane auf ihren stärksten Spieler Ludger Havlik verzichten. Auch Dennis Timmers stand wegen einer Erkrankung nicht zur Verfügung. Aus diesem Grunde wurde der erste Einsatz des jungen Boudewijn Alink möglich. Der allerdings hatte bisher noch keine Turniererfahrung im Cadre 71/2 sammeln können. Das war ihm deutlich anzumerken, allerdings schien auch Hilger noch unter dem Eindruck der Niederlage gegen Niessen zu stehen. Wenig spektakulär schleppte sich das Match über 9 Aufnahmen und sah einen verdienten Sieger.

Cadre 47/2

Mathijs Bakker (NL) – Gerard Stijf (NL)= 200:98/11

Es war kein Spiel, das den Billardliebhaber mit der Zunge schnalzen ließ. Man darf aber nicht übersehen, dass beide Kontrahenten sich wirklich Mühe gaben und unter großem Druck standen. Warum Bakker nach seiner Serie von 139 Points in der dritten Aufnahme den Faden völlig verlor, wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben. Auf jeden Fall folgten der Serie 6 Aufnahmen, in denen er ganze 11 Points erzielte. In der elften Aufnahme schließlich klappte es wieder wie am Schnürchen und Bakker konnte die Partie mit 41 Points zu seinen Gunsten entscheiden.

Einband

Ad Klijn (NL) – Willem Siebelink (NL)= 76:100/23

Das Spiel war geprägt von offenen Stellungen und verpassten Chancen. Der Routinier aus Deventer schien völlig von der Rolle zu sein: 16 Points in 19 Aufnahmen, bei 9 Fehlaufnahmen. Sein Gegner dagegen punktete klein aber fein: Nach 14, 10 und 15 Points in den ersten 5 Aufnahmen folgten kleinere Serien von weniger als 10 Points, die sich mit Fehlaufnahmen abwechselten. Da nutzten Klijn auch seine beiden Serien zum Schluss mit 27 und 21 Points nicht mehr viel – das Spiel hatte er am Anfang verschlafen.

Cadre 71/2

Patrick Niessen (B) – Mathijs Bakker (NL)= 15091/4

Niessen verlor das Ausstoßen und begann so, wie er sein erstes Spiel beendet hatte. Hervorragendes Linienspiel und jede Menge Points im Anker an der kurzen Bande. Beim Stande von 54 Points allerdings schien er von seinem Spielrausch überwältigt gewesen zu sein – jedenfalls hatte er die Bälle „dedans, entré“ und musste abköpfen.  Während er B2 gar nicht so schlecht traf, nagelte er aber B3 an der Bande fest, ohne ihn aus dem Feld zu treiben. Das „restez dedans“ war dadurch nicht mehr zu vermeiden und Niessen musste an seinen Gegner übergeben. Danach wirkte er 2 Aufnahmen lang unkonzentriert mit der Folge das es Bakker gelang, mit 80:64 an ihm vorbei zu ziehen. Jetzt war das obligatorische Händewaschen angesagt. Niessen ging, wusch und siegte. 86 Points waren genug, um die Partiedistanz zu erreichen und zu viel für Bakker, um noch nennenswerte Gegenwehr zu zeigen.

Cadre 47/2

Boudewijn Alink (NL) – Henri Tilleman (NL)= 56:200/6

Alink machte den Anstoß und ging danach gleich wieder wegen einer Butage vom Tisch. Der Iceman erweckte den Anschein, als wolle er sich jetzt besser, als im ersten Spiel präsentieren. Immerhin 56 Points gelangen ihm, bevor er einen Bandenball wegen zu viel Effet ausließ. Danach plätscherte das Spiel etwas dahin, bis Tilleman in der fünften Aufnahme andeutete, dass er weltweit der beste 47/2 – Spieler ist – 102 Points in Serie waren die Folge. Alink nutzte seine letzte Chance leider nicht und produzierte eine Fehlaufnahme. Die letzten 18 Points waren für Tilleman nur noch Formsache.

Einband

Ad Klijn (NL) – Jean-Paul de Bruijn (NL)= 7:100/4

Ob der Tisch auf de Bruijn zugeschnitten war, oder ob er einfach früh nach Zeeland kommen wollte war ihm anschließend nicht zu entlocken. Auf jeden spielte er wieder einmal sehr spektakulär. Die von Klijn vorgelegten 8 Points konterte er locke mit 48 Points. Danach gab’s noch eine Fehlaufnahme und zwei Mal 26 Points. Damit war der Apfel geschält und Klijn konnte seiner großen Erfahrung eine weitere hinzufügen.



Die Tabelle und die weiteren Ergebnisse:

Spelronde_09_0910

-- exc