Internationales Billard - Topteam NL

Aktualisiert (Montag, den 18. Januar 2010 um 12:47 Uhr) Geschrieben von: excellent Samstag, den 16. Januar 2010 um 23:50 Uhr

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Haarlo (billardnews) Drei Tage vor Beginn des INKADA Grand Dutch zeigten sich die Spieler von Bennie Deegens in blendender Verfassung. Von 8 Finalisten stammen immerhin 6 aus dem Stall des Haarloer Teamchefs. Vier davon (Tilleman, de Bruijn, van Silfhout und Swertz) waren bereits in meisterlicher Form und lieferten sich erstklassige Duelle. Darüber hinaus war mit Rene Tull noch ein weiterer Finalist zu sehen sowie die Weltklassespieler Patrick Niessen und Dick Jaspers.


Cadre 71/2

Patrick Niessen (B) – Micha van Bochem (NL)= 150:119/3

Der Belgier war noch in der belgischen Einzelmeisterschaft beschäftigt und hatte um 17:30 Uhr im rd. 300 Kilometer entfernten Blankenberge noch 2 Spiele zu absolvieren. Zu diesem Zweck begann das Turnier bereits um 10:30 Uhr und Niessen konnte seine beiden Partien direkt nacheinander spielen. Niessen verfehlte den Anstoß und gab van Bochem damit die Chance, etwas Beeindruckendes vorzulegen. Daraus wurde allerdings nichts. Nach 6 Karambolagen überließ van Bochem seinem Gegner den Tisch. Dieses Mal jedoch war Niessen nicht in der Lage, seinen Gegner zu beeindrucken. Nach 6 Karambolagen musste er sich setzen und tief durch schnaufen. Die 3er Serie, die van Bochem nun produzierte, ließ die Ahnung von einem kampfbetonten Spiel ohne Höhepunkte aufkommen.  Aber Niessen wäre nicht Niessen, wenn er sich nicht jetzt hoch konzentriert an die Arbeit gemacht hätte. Gesagt, getan – das Cadre Spiel schien plötzlich ganz einfach zu sein, es lief nur noch ein Ball, die beiden anderen wackelten vorsichtig an der Linie und nach 144 Karambolagen hatte Niessen das Ziel erreicht. Van Bochem machte es noch einmal spannend und legte im Nachstoß noch eine blitz saubere Serie von 110 Points nach.

Cadre 47/2

Rene Tull (NL) – Henri Tilleman (NL)= 40:200/1

Tull ist sicher nicht der Spieler, der zu den Schlechteren gezählt werden müsste. Immerhin nimmt er mit guten Aussichten am Grand Dutch teil. Er begann seine Partie auch ganz ordentlich mit einer Serie von 40 Points.  Tilleman, der zuvor beim Einspielen ungewohnte Unsicherheiten zeigte, nahm sein Spiel in aller Seelenruhe auf und brauchte gar nicht lange, bis er zur Überraschung vieler die Bälle am Strich versammelt hatte. Die dann folgende Strichserie gab ihm die nötige Sicherheit um sein gewohntes Spiel (Einstellen, Holen, Reparieren) perfekt spielen zu können. Das Ergebnis war ein Sieg in nur 1 Aufnahme.

Einband

Jean – Paul de Bruijn (NL) – Jos Bongers (NL)= 100:41/10

De Bruijn tat sich anfänglich schwer, in das Spiel zu finden. 1 Fehlaufnahme und zwei mit nur jeweils 1 Karambolage standen 22 Points von Bongers gegenüber. Erst nach einer weiteren Fehlaufnahme drehte der Ex-Weltmeister mächtig auf und machte die restlichen 87 Points in nur noch 5 Aufnahmen. Bongers baute immer mehr ab und musste sich zum Schluss mit 41 Points begnügen.

Cadre 71/2

Micha van Bochem (NL) – Michel van Silfhout (NL)= 119:150/2

Van Bochem begann, wie er seine Partie gegen Niessen beendet hat. 48 Points vom Anstoß an waren schon einmal ein deutlicher Hinweis an van Silfhout, dass er sich nicht so einfach geschlagen geben wollte. Van Silfhout konterte mit 61 Points. Van Bochem war es noch vergönnt, sein Ergebnis aus dem ersten Spiel exakt zu wiederholen, bevor van Silfhout mit 89 Points finishte.

Cadre 47/2

Rene Tull (NL) – Raymund Swertz (NL)= 31:200/3

Es war wirklich nicht der Tag des Mannes aus Deventer. Kam er schon gegen Tilleman böse unter die Räder, zeichnete sich Ähnliches in der 2. Aufnahme gegen den Nachwuchsspieler aus Afferden ab. In dieser Aufnahme nämlich kam Swertz auf bemerkenswerte 114 Points, während Tull zu diesem Zeitpunkt gerade 11 Points sein Eigen nennen konnte. Auch die Serie von 20 Points in der dritten Aufnahme nutzte ihm nicht viel, weil Swertz mit 85 Points ausstoßen konnte.

Einband

Jos Bongers (NL) – Dick Jaspers (NL)= 57:100/7

Bongers begann wirklich stark: 17 Points in der ersten und 32 Points in der zweiten Aufnahme ließen ein interessantes Spiel erwarten. Das wurde auch interessant. Allerdings nicht wegen Bongers, sondern wegen Jaspers. Lag dieser nach der 2. Aufnahme 49:9 zurück, wurde er im weiteren Verlauf immer stärker und sammelte in der 4. Und 5. Aufnahme allein 80 Points. Der Sieg war ihm danach nicht mehr zu nehmen, obwohl er bei 95 Points noch eine künstlerische Pause einlegte. Diese konnte Bongers allerdings nicht nutzen.

Cadre 71/2

Patrick Niessen (B) – Michel van Silfhout (NL)= 150:132/4

Erneut ließ Niessen den Anstoß aus, was van Silfhout in Form einer Serie von 44 Points nutzte. Anschließend zeigte Niessen wieder Nervenstärke und karambolierte 71 Mal in Folge. Unbeeindruckt hiervon reihte van Silfhout 77 Points aneinander und ging nach einem Einstellungsfehler vom Tisch. Wie so oft wurde Niessen im gleichen Verhältnis stärker, wie seine Gegner im Verlauf der Partei schwächer werden. 61 und 18 Points besiegelten das Ende der Partie, in der van Silfhout unglücklich unterlag.

Cadre 47/2

Raymund Swertz (NL) – Henri Tilleman (NL)= 174:200/2

Swertz verlor das Ausstoßen und begann mit einer Serie von 116 Points. Dabei ähnelt er in seiner Spielweise immer mehr dem Belgier Niessen, den es auch wie magisch an die Linien zieht. Tilleman verlor nach 60 Points sowohl die Kontrolle über die Bälle als auch das Recht auf Fortsetzung und musste den Tisch wieder an Swertz übergeben. Dieser kam wieder unwiderstehlich an den Strich und spielte sein sehenswertes Serienspiel, das bei 58 Points abrupt wegen einer Butage stoppte. Tilleman war nicht faul und kämpfte sich ins Spiel, das er mit einer Serie von 140 Points siegreich beendete.

Einband

Jean – Paul de Bruijn (NL) – Dick Jaspers (NL)= 94:100/5

Wie der Teaser bereits ausdrückt, war dies erneut ein Spiel der beiden Billardasse, das allein die weiteste Anreise wert war. Während de Bruijn zunächst auf der Suche nach einem Erfolg versprechenden Konzept war, setzte Jaspers seines bereits um. 28:5 zugunsten von Jaspers stand es nach 2 Aufnahmen. Dann gab de Bruijn den ersten Warnschuss ab: 46 Karambolagen standen anschließend auf seinem Punktezettel. Jaspers nahm die Herausforderung an und servierte umgehend 52 Points zum Stand von 46:80 zu seinen Gunsten. Beide Kontrahenten kamen in der folgenden Aufnahme auf lediglich 3 Points. De Bruijn sammelte noch einmal alle Kräfte, musste aber nach 45 Karambolagen die Segel streichen. Jaspers hatte einen leichten Einsteiger und hatte keine Mühe, die Partie mit 17 Karambolagen auszustoßen.

Die weiteren Ergebnisse und die Tabelle:

spelronde_08_0910

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